Lecker Mädsche, Kamelle und Bützen – das ist der Kölner Karneval, der fast so alt wie die Geschichte der Stadt selbst ist. Außerdem stehen für den Kölner Karnveal rund 160 Karnevalsvereine und – gesellschaften, jährlich über eine Million Zuschauer beim legendären Rosenmontagszug mit 10.000 Teilnehmern, über 500 Sitzungen und Bälle während der Karnevalssaison sowie zahlreiche Büttenredner, Künstler, Musikgruppen und nicht zuletzt zahlreiche feierwütige Jecken.
Karneval so alt wie die Geschichte der Stadt selbst
Bereits als die Griechen und Römer in der Stadt Köln lebten, feierte man zu Ehren von Saturn und Dionysos fröhliche Frühlingsfeste mit Wein, Weib und Gesang. Die Germanen zelebrierten ausgiebig die Wintersonnenwende als Huldigung der Götter und der Vertreibung der bösen Winterdämonen. Jahrhunderte später übernahmen dann die Christen diese Feiertradition und bewahrten heidnische Bräuche: nach dem Motto „carne vale“ (was so viel heißt wie „Fleisch lebe wohl!“) läutete man die vorösterliche Fastenzeit mit dem Karneval (oder der „Fastnacht“) ein. Und so ist es bis heute geblieben.
Am Elften Elften um elf Uhr elf
Jedes Jahr pünktlich am Elften Elften um elf Uhr elf stürmen maskierte Kölner auf die Straßen und feiern den Beginn der Karnevalssaison. Diese dauert traditionell vom 11.November bis zum Aschermittwoch des darauffolgenden Jahres an. Dann ist ein halbes Jahr Pause und das ganze Spektakel nimmt erneut seinen Lauf. Um die Zeit zwischen der Saisoneröffnungen des Karnevals bis zum Höhepunkt am Rosenmontag zu überbrücken, gibt es zahlreiche Sitzungen mit Büttenrednern und Liedersänger. Man bastelt Kostüme und studiert Tänze für den großen Auftritt am legendären Rosenmontags-Umzug ein.
Die Kölschen Jecken verstehen es zu feiern
Köln gilt in Deutschland als die karnevalistische Hochburg, wo „et kölsche Hätz för der Fastelovend“ schlägt. Der charakteristische Narrenruf „Kölle Alaaf“ bedeutet soviel wie „Es lebe Köln“ und war ursprünglich ein Trinkspruch. Seit dem 19. Jahrhundert gilt er inzwischen als typischer Narrenruf für den Kölner Karneval.
Den Höhepunkt bildet wie gesagt der Rosenmontagsumzug, der jedes Jahr unter einem anderen Motto steht, welches sich wie ein roter Faden durch alle Wägen des Zugs zieht. Thematisiert werden in aufwendigen Pappmaché-Figuren und gebastelten Wägen populäre und aktuelle Themen aus den Bereichen Politik, Sport, Gesellschaft und Stadtleben. Der Karneval 2011 wird unter dem Motto „Köln hat was zu beaten“ stehen.
Wenn Sie also noch niemals den Karneval in Köln gefeiert haben, wird es Zeit, diese Tradition einmal zu erleben und einfach mitreden zu können! In diesem Sinne: Kölle Alaaf!
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