Momentan werden sich Laden-, Haus- und Grundstücksbesitzer wohl gerade mit anderen Dingen befassen als mit Karnevalszügen, auch wenn die ersten wohl schon wieder fleißig an Zugkomitees basteln und die ersten Wagenfiguren entwerfen. Denn nach dem Karneval ist vor dem Karneval! Schon in zwei Monaten beginnt die Saison von Neuem und neben all dem wundervollen tollen Treiben, bringt der Karneval auch immer einige unangenehme Nebeneffekte mit sich, bei denen es gar nichts bringt, seinen Arzt oder Apotheker zu befragen.

Risiken für Eigentümer

Beim Karneval ziehen Menschenmassen durch die Straßen der Stadt und wer den Kölner Karneval kennt, weiß, dass bei kaum einer Veranstaltung so viele Menschen jeden Alters in Kostümen und Pappnasen die Stadt bevölkern. Oder man könnte schon vielmehr sagen übervölkern. Regelmäßig platzen die Gassen und Straßen der Innenstadt aus allen Nähten und die Anwohner und Ladeninhaber sind trotz aller Bekenntnis zum Brauchtum immer erleichtert, wenn ihr Eigentum die tollen Tage unbeschädigt überstanden hat. Das ist aber leider nicht immer der Fall, denn häufig wird im Eifer des Gefechts mal ein Zaun beschädigt oder Müll weggeworfen und so hinterlässt der Karneval leider auch immer unschöne Spuren. Müll kann man allerdings wegräumen und Zäune reparieren, was viel schwerwiegender ist, sind die Schäden in den Vorgärten, die teilweise erst langfristig sichtbar werden können.

Garten in Not

Neben der rein physischen Einwirkungen durch zahlreich unkoordinierte Füße, die allerlei Setzlinge und Blumen platt trampeln, wenn sie nicht das Glück haben unter einer Schneedecke verborgen zu sein, ist es vor allem chemischer Schaden, der Pflanzen absterben lässt. Der chronische Mangel an öffentlichen Toiletten lässt nämlich viele Jecken auf die närrische Idee kommen, Hecken und Beete dazu zu nutzen, um dort ihren Bedürfnissen nachzugehen. Die Mengen an Harnstoff vergiften allerdings den Boden und es kann passieren, dass dort dann nichts mehr wächst. Besser ist es also, wenn man sich schon lange vor Karneval Gedanken über einen adäquaten Schutz macht. Zum Beispiel kann man jetzt – wenn man seinen Garten ohnehin langsam winterfest macht- einen oder zwei zusätzliche Säcke Holzschnitzel oder Torf bestellen, die man dann im Februar als Schutzschicht auf die Beete aufbringt. Diese kann man nach dem Karneval entsorgen und gleich damit beginnen, die Frühlingsbepflanzung anzulegen. Wer drastischere Maßnahmen bevorzugt, schützt sein Stück Garten in Innenstadtnähe mit einem Extra-Zaun oder deckt die Erde mit Plane ab. Als sehr wirksam in den Abendstunden kann sich auch eine starke Lampe mit Bewegungsmelder erweisen. Heimliche “Geschäftemacher” würden inmitten des Scheinwerferlichts dann ganz sicher schnell die Flucht ergreifen.

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