Nach dem Karneval ist vor dem Karneval und andersrum. Die „fünfte Jahreszeit“, wie sie im Volksmund auch gerne genannt wird, hört nie auf und ist stets präsent. Monate vorher beginnen bereits die Vorbereitungen und die Organisation auf die nächste Saison, nach dem Karneval wird abgebaut und resümiert, was im nächsten Jahr noch besser werden kann oder was dieses Jahr besonders gelungen ist. Von all diesen Gedanken sind allerdings nicht nur die Jecke und Karnevalsvereine selbst betroffen, sondern auch die Feierstätten, Unterkünfte und Bierlieferanten.

Die Jecken machen alle Orte unsicher …

Karneval feiern kann man überall: auf der Straße, auf privaten Feiern oder in öffentlichen Lokalitäten und eigenen Karnevalszelten. In den Tagen um Faschingsdienstag bleibt allerdings keine Kneipe vor roten Pappnasen, Konfetti und Luftschlangen verschont. Keine Bar ist vor den Jecken sicher, schon gar nicht wenn man in Hochburgen wie in Köln oder Düsseldorf wohnt. Für die Besitzer der Kneipen und Bars sind diese Tage ein hoher organisatorischer Aufwand. Sie sorgen dafür, dass wir zur richtigen Karnevalsmusik tanzen können, dass immer genügend Bier vorrätig ist, das zugleich noch schön kühl ist, und dass trotz der Menge der ausgelassenen Jecken gewisse Sicherheitststandards eingehalten werden.

… dennoch bedarf es Sicherheitsstandards in den Kneipen

Dies alles geschieht hinter den Kulissen und man selbst bekommt nichts davon mit, sondern darf nur von den langen Organisationen profitieren und darf ausgelassen und unbeschwert feiern. Der Veranstalter muss allerdings dafür sorgen, dass zum Beispiel die Klimaanlage einwandfrei funktioniert. Wenn hunderte von Jecken tanzen und schwitzen muss immer ein ausreichendes Raumklima garantiert sein und regelmäßig frische Luft in den Raum gelassen werden. Daneben muss der Veranstalter darauf aufpassen, dass nur so viele Leute hineingelassen werden, damit keine Massenpanik ausbricht. Und dies alles natürlich auf möglichst stressfreie Weise, damit es den Besuchern so vorkommt als laufe alles wie am Schnürchen. Ein Aufwand und viel Arbeit ist es auf jeden Fall, allerdings machen nicht wenige Kneipen in und um Köln zu dieser Zeit das Geschäft ihres Jahres und kommen trotz Stress und Arbeit mehr als auf ihre Kosten.

Daneben bereiten sich auch Hotels und private Unterkünfte auf die Karnevalsaison vor. Die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten dürfte wohl nur bei namhaften Messen noch größer sein. Ansonsten wird gebucht, was ein Bett im Zimmer hat und einen ausreichend großen Spiegel, um seine Maskierung perfekt zu platzieren. Ein Hotelfachmann kann wohl auch so manch amüsante Geschichte und Skurrilität von karnevalsken Gästen zum Besten geben.

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